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Ideenworkshop Märkisches Museum + Marinehaus

Das Stadtmuseum Berlins, als Teil einer Reihe von Museen der Stiftung Stadtmuseum Berlin, befindet sich in der historischen Mitte in einem Dornröschenschlaf und steht kurz vor der Sanierung. Im Zusammenschluss mit dem neu konzipierten und derzeit im Ausbau befindlichen Marinehaus, welches sich gegenüber befindet, soll ein neuer kreativer Spot für Kulturinteressierte und -schaffende in Berlin entstehen. Das Museum verfügt über eine der größten Sammlungen Berlins und hat mit seiner idyllischen Lage am Köllnischen Park und an der Spree große Entwicklungspotentiale.

Studierende verschiedener Fachrichtungen entwickeln architektonische, städtebauliche und szenografische Ideen für das zukünftige „Museum- und Kreativquartier am Köllnischen Park“. In einem ersten Workshop ging es darum, Visionen für den Außenraum und Konzepte zur Information und Orientierung zu entwickeln. Bestandteil der Aufgabe war es auch für den Zeitraum der Schließung während der Sanierung des Märkischen Museums Ideen für Interimsnutzungen zu finden.

Entstanden sind 9 Projekte in Form von Modellen und Darstellungen mit hoher Diversität von Lösungsansätzen welche in Teilen aktuell in der Ausstellung [Werk]Räume im Märkischen Museum zu sehen sind.

Zeitraum 01.05.2022– 30.12.2022

Öffnungszeiten Di – So + Feiertage | 10 – 18 Uhr

Projektbeteiligte:

TU Berlin Modell+Design, Dozent:innen Annette Müller, Robert Niemann & Burkhard Lüdtke, Mitarbeiter*innen Lara Herkommer, Amir Baltic

Stadtmuseum Berlin Dr. Peter Lummel, Ulrike Kloss & Marie Newid

Drei Projekte für die Zukunft

Drei Projekte, die ich über die Jahre entwickelt habe, aber noch nicht endgültig umsetzen konnte, liegen mir besonders am Herzen. Sie sind das, was ich im wahrsten Sinne des Wortes als „Vorhaben“ vor mir hertrage. Mit diesen Projekten möchte ich ein wenig die Kultur pflegen und meinen Beitrag dazu leisten, das soziale Handeln zu unterstützen und die Politik versöhnlicher gestalten. Das ist ambitioniert, aber möglich. Jimmy Cliff prägte mal den Ausspruch: „I’m not a politician, I’m a musician with a mission.“ So fühle ich mich auch, diesmal aber nicht mittels der Musik, sondern in meiner Mission und mit meiner Ambition als Gestalter.

Projekt 1: GÖTTER ZUM ANFASSEN

„Wir kommen und gehen…
Was bleibt ist die Geschichte.
Wir sollten sie pflegen.“

Die größten Errungenschaften der europäischen Geschichte entstanden im antiken Griechenland. Sie leben in unseren Dichtungen und Dramen weiter. In unseren naturwissenschaftlichen und philosophischen Gedanken sind sie allgegenwärtig. In den Künsten (bleiben sie) und in den Wissenschaften sind sie noch unerreichbar. Wir sollten sie pflegen. Bei aller Liebe zum Geld und zur Kritik an Griechenland sollten wir darum die kulturellen Errungenschaften dieses Landes nicht ganz aus den Augen verlieren.

Der Zeustempel gilt als eines der vollkommensten Werke der griechischen Baukunst. Wie kaum eine andere Architektur zeigt er das Gleichgewicht der stützenden und lastenden Kräfte. In hervorragender Art und Weise vermittelt er die Harmonie der Gegensätze und seinen klassischen Charakter.

Im Inneren des Tempels thront die Skulptur des Zeus, erschaffen vom berühmtesten Bildhauer seiner Zeit: Phidias kreierte mit seiner Statue des mächtigsten Gottes im griechischen Götterhimmel eines der sieben Weltwunder.

Als jahrelanger Hochschullehrer am Institut für Architektur der TU Berlin und als Liebhaber der griechischen Antike sehe ich mich in der Verpflichtung, allen Interessierten im internationalen Miteinander diese Baukunst zu vermitteln. Ich will in Zusammenarbeit mit jungen Menschen diese großartige architekturgeschichtliche Errungenschaft neu ins Bewusstsein rufen und für unsere Zukunft sozial, bildungspolitisch und unterhaltsam begleiten.