Ein leises „Sorry“ vorneweg

Vorsichtshalber möchte ich Sie an dieser Stelle auf meine ambivalente Schreibweise hinweisen. Sie werden merken, was ich damit meine. Es geht mir darum, Facetten aufzuzeigen. Und zu diesen Facetten gehört, dass eben nicht alles so eindeutig ist, wie es scheint. Konkret heißt das: Da ich uns Menschen nicht so richtig ernst nehmen kann, spiegelt sich dies auch in meinen Texten wieder. Das gehört zu den Risiken und Nebenwirkungen, die Sie auf sich nehmen müssen, wenn Sie diese Seite lesen.

Das Nicht-Ernst-Nehmen (das wohlgemerkt mich selbst einschließt) erfordert einen Abstand. Wundern Sie sich also nicht über ein wenig Ironie, ein bisschen Sarkasmus, manche kleine Überzeichnung. Aber sorgen müssen Sie sich nicht: Wenn es gar nicht mehr anders geht, dann werde ich sogar sachlich.

… nicht alles so eindeutig

Nicht selten neigen wir dazu, unseren tollen Wurf in das „Bullseye“ als normal verkaufen zu wollen. Das Spektrum dieser kleinen Selbstbetrügereien formuliert sich gerne von der alltäglichen Begrüßung angefangen, bis hin zur offiziellen Bewerbung.

Auch ich neige dazu, meine außergewöhnlichen Treffer zu bewerben – denn wer will schon meine unzähligen Fehlwürfe sehen.

Ein kluger Mann namens Cicero (ein alter Römer aus dem noch älteren Rom) hinterließ der Nachwelt eine mir sehr entgegenkommende Weisheit:

„Doppelt lebt, wer auch
Vergangenes genießt.“

Also habe ich mich spontan entschlossen, doppelt zu leben – und somit ist diese Webseite ein logischer Teil meines Doppellebens.

Amtliche Vita

1948 geboren bei Berlin (Zeesen Kreis Teltow)

1964 Dekorateur bei Woolworth

1973 Studium an der Hochschule der bildenden Künste – Diplom und Auszeichnung: Thema: der Dorische Tempel bei Prof. Manfred Riewe und Dr. von Löhneysen

1977 Studium an der Hochschule der Künste Berlin – Studiengang Kunsterziehung und Kunstwissenschaft – Staatsexamen für das künstlerische Lehramt

1985 Ernennung zum Meisterschüler der freien Kunst bei Prof. Dieter Appelt

1985 Dozent für das Fach Modellbau an der Technischen Universität Berlin

1994 Gründung der akademischen Lehre „Modell+Design“ an der Technischen Universität Berlin

2000 Buchveröffentlichung „Modell-Architektur-Design“ – Die Lehre vom Architekturmodellbau

2002 Gründung der Lehre „Design for All“ an der Technischen Universität Berlin

2015 Freier Gestalter, Songwriter, gestalterischer Berater an der Seite von Modell+Design an der Technischen Universität Berlin …und Buchautor

Private Vita

Auf einem unscheinbaren Bauernhof, in einem Dorf bei Berlin, wurde ein Bäuerchen gemacht, das war ich. Das war aus meiner Sicht äußerst wichtig. Mit zwei Jahren flüchtete ich von „Russland“ nach „Amerika“ (meine Eltern nahm ich mit).

Wir gründeten ein Start-Up-Unternehmen mit dem Werbeslogan „Brennholz für Kartoffelschalen.“ Weitere Geschäftszweige blühten im Handel mit Maiengrün, Blumenerde und Weihnachtsbäumen auf.

Das Geschäft brummte. Bald besaßen wir eine gigantische Schweinezucht im Berliner Wedding, auf dem Hinterhof der Koloniestraße – mit immerhin 25 Schweinen.

Ich folgte unterwürfig dem Motto „Bonbon und Spiele.“ Unser Zentrum war ein Bauernhof mitten in Berlin. In diesem riesigen Reich der Abenteuer und Wunder machte ich mich bereit für das, was man im Allgemeinen Leben nennt.

Es war eine Superkindheit – nur die Schule störte. Ich überließ meinen Eltern die Hühnerfarm an der Spandauer Heide. Ich wurde „Stardekorateur“ bei Woolworth und musste mit 17 erfahren, was es mit dem berühmten Satz „Wer zu spät lernt, den bestraft der Nachhilfeunterricht“ auf sich hatte. In meiner Freizeit war ich Mitglied einer Kirchengang und wurde brutal mit gymnasialer Schulbildung konfrontiert. Ich fing langsam an zu denken – und wer meint, denken zu können, muss auch studieren. Ich hab`s getan.

In einem Wahnsinnstempo hetzte ich durch mein dreiundzwanzigsemestriges Studium – immer im festen Glauben, eines Tages den heiligen Gral der gestalterischen Freiheit zu finden. Mit Heino, Bob Dylan und Donovan im Ohr fand ich einige Antworten der musikalischen Gestaltung – aber keinen Gral. In diesen Tagen war ich als „Blumenkind“ unterwegs, habe mich in die Antike Griechenlands und in ein singendes und gitarrenspielendes Hippiemädchen verliebt. Gemeinsam schrieben wir mehr als 50 Titel und ein warmes „Herzilein“ für die „eiskalte“ Musikbranche. Zum Glück gibt es Künstler wie Jürgen von der Lippe und Max Raabe. Sie machen die frostige Musik- und Bühnenwelt um ein paar Grad wärmer.

Für mich standen weltbewegende Fragen im Raum:

Schlagersänger oder Professor?
Freier Künstler oder Studienrat?
Malschule in Griechenland oder doch
Designproduzent?

Ausgerüstet mit meinem Teilwissen, trat ich (erst einmal für 30 Jahre) meine Arbeit als Hochschullehrer an der Technischen Universität Berlin an. Die Ergebnisse meiner eigenwilligen und nicht immer bequemen Lehre wurden mit schier unendlichen Preisen und Auszeichnungen überhäuft … naja, es waren neun.

Ich gründete das erfolgreiche Fach Modell+Design mit dem Schwerpunkt Design for all.
Ja, so verlief mein Weg vom Schweinestall in die Universität. Weiterhin komponieren meine Frau und ich „zukünftige Hits,“ ich berate das weiterhin bestehende Fach Modell+Design an der Technischen Universität Berlin, suche die Kunst … und schreibe natürlich mein Buch: „Vom Schweinestall in die Universität.“

Mission

Ich möchte auf die Schönheiten, die uns umgeben, aufmerksam machen, sie pflegen und mein Möglichstes tun, um diese zu bewahren. Das Unschöne in seinem Wachstum zu behindern ist für mich eine sinnvolle Aufgabe, da ich an die Kraft und Notwendigkeit der Ästhetik glaube. Die Zeit schenkte mir Erfahrungen, und die möchte ich weiter verschenken. Lasst uns die Qualität pflegen, die Quantität in Frage stellen und, wenn nötig, entsorgen. Detailliertere Beschreibungen meiner „Mission“ erfahren Sie aus den Artikeln dieser Webseite.

Mein Buch

Wer scharf beobachten kann, wird bemerken, dass ich nicht gerade Schiller bin, doch die beiden Worte „GEDANKEN UND ERINNERUNGEN“ habe ich mir von meinem literarischen Kollegen Friedrich kurz mal ausgeliehen. Was ich heute tue und denke, das kann ich nicht von dem trennen, was in der Vergangenheit war – auch nicht von demjenigen, der ich gewesen bin und was andere für mich (oder manchmal auch gegen mich) gewesen sind. Von dem, was war, und von dem, was ist, möchte ich berichten und erzählen. Es sind Gedanken und Erinnerungen.

Mit meinem Buch VOM SCHWEINESTALL IN DIE UNIVERSITÄT möchte ich beweisen, wie bunt und vielseitig ein ganz normales Leben sein kann. Privat und beruflich will ich das, was ich gut fand und gut finde, kräftig loben, und das weniger Gute will ich aufdringlich in Frage stellen. Unaufhaltsam geben sich Lob und Kritik die Klinke in die Hand. Mit Sicherheit gibt es auch Tipps und Ratschläge, wie man es besser oder schlechter machen könnte. Ich werfe auch Erfahrungswerte und Weisheiten in den Ring – selbst auf die Gefahr hin, dass die kein Schwein braucht.

Leseprobe: „Dorf VIP`s und Pferdetuning,“ siehe unter AKTUELL

DANKE

Programmierung
Ich danke Matthias Bauer (Webseite: netzbauer.berlin) für seine strukturierte Geduld.

Lektorat
Mein Dank geht an meinen Freund Frank Beckmann, der mir z.B. empfahl, dem Wort „Kompas“ ruhig ein zweites „s“ zu gönnen – und vieles mehr.

Fotos
Danke Gunter Lepkowski (Webseite: lepkowski.de) für die professionellen und sehr schönen Modellfotos.

Navigation + Hilfe
Ich danke Annette Müller und Robert Niemann. (Webseite: modellunddesign.de)Sie navigierten mich durch mein digitales Chaos.

Gestaltung
Ich danke meinem Altersstarrsinn dafür, dass die Webseite so gestaltet ist, wie sie ist.